Auswahlhilfe für analoge Spiegelreflex
Die Geschichte der SLR und Empfehlungen für das heutige analoge Vergnügen
Wenn ich mit einer analogen Spiegelreflexkamera losziehe, verschafft mir das ein großes Vergnügen. Es entschleunigt, die Ergebnisse nicht sofort zu Gesicht zu bekommen, und es ist ein sinnliches Erlebnis, diese Apparate in die Hand zu nehmen, die Finger über die Belederung wandern zu lassen, die Hebel und Drehräder zu ergründen, bis sie beim Auslösen ihre Bestimmung finden.
Kurz gesagt
Wer nur die Empfehlung sucht und nicht die ganze Geschichte:
- Mein Favorit: die Nikon FM3A. Alle Zeiten wahlweise mechanisch oder elektronisch, haptisch ein Traum — mit 600 bis 1.000 € aber auch die teuerste Empfehlung hier.
- Günstig einsteigen: Pentax ME Super für 100–150 €, Canon AT-1 für 80–150 €, eine Praktica MTL 50 schon ab 40 € → budgetfreundliche Kameras
- Kurze Zeiten für die Offenblende: Leica R8 mit 1/8000, Nikon FA und FE2 mit 1/4000 → schnelle Spiegelreflexkameras
- Ohne Batterie: Nikon F, Pentax Spotmatic F, Canon F-1 → vollmechanische Klassiker
- Objektive: ein 50 mm f/1,8 reicht zum Anfangen; für lichtstarke Ergänzungen 200–300 € einplanen → Objektivsets
- Wo kaufen: lieber beim Fachhändler mit Gewährleistung als bei Kleinanzeigen → Auf ins analoge Abenteuer
Warum das so ist, steht unten. Wer die Kameras lieber selbst vergleicht, findet in den drei Tabellen Baujahre, Verschlusszeiten und Gebrauchtpreise.
Das Wesen einer Spiegelreflexkamera
Das Besondere an den Spiegelreflexsystemen ist der Sucher. Ein klappbarer Spiegel und das charakteristische Dachkantprisma lenken das Licht durch das Objektiv auf eine mattierte Scheibe – aufrecht und seitenrichtig. Der Sucher wird so zur Bühne: Mit dem Drehen des Fokusrings erscheinen im Nebel der Unschärfe die Darsteller, bis die Schärfe in einem funkelnden Punkt kulminiert.
Beim Auslösen klappt der Spiegel hoch, das Objektiv schließt auf die gewählte Blende, der Verschluss öffnet und schließt wieder – alles in Sekundenbruchteilen. Bei den frühen Systemen bleibt der Sucher danach dunkel, bis man den Film weitertransportiert; bei Hasselblad und Pentacon Six ist das bis heute so. Die Kameras, um die es hier geht, machen das von selbst. Das Geräusch des Spiegelschlags gehört zum Erlebnis dazu, auch wenn die Hersteller es über die Jahre immer weiter gedämpft haben.
Der richtige Jahrgang
Wenn man dieses Erlebnis sucht und sich eine analoge Spiegelreflex zulegen will, gelangt man früher oder später zur Frage, aus welcher Ära, aus welchem Jahrzehnt die Kamera stammen sollte – denn die Auswahl ist groß, und nicht jede Kamera eignet sich gleich gut für den Einstieg.
Bei zu alten Geräten können sich die Gebrechlichkeiten des Alters zeigen und Vergnügen in Frust wandeln – federbetriebene mechanische Verschlüsse verlieren ihre Genauigkeit, Lichtdichtungen werden porös, Linsen trüb, Blenden ölig, Springblenden klemmen. Die Liste der Probleme ist lang, und jedes Modell neigt zu seinen eigenen Krankheiten.
Allzu jung sollten die Modelle aber auch nicht sein, denn ab den späten 80ern setzte die Automatisierung in der Kameratechnik im großen Stil ein:
Autofokussysteme übernehmen die Scharfstellung, lichtschwache Zoomobjektive, als Kit mit den Kameras verkauft, fehlt es an Charakter und Bokeh, Motoren spulen automatisch den Film weiter.
Diese automatischen, motorisierten Kameras versprechen zwar eine unkomplizierte Bedienung, aber der Preis für die Bequemlichkeit ist, dass die manuellen Abläufe, die die Freude bei der Bedienung und die Faszination für die Mechanik ausmachen, verloren gehen.
Das späte Topmodell F6 von Nikon kann einen Film in 6 Sekunden durchjagen. Wozu brauche ich das, heute, als Analog-Connaisseur?
Die wunderbaren 70er
All diese Überlegungen führen fast zwangsläufig zu der Epoche, die einen idealen Kompromiss aus zuverlässiger Technik und klassischem Bediengefühl darstellt: Mitte der 70er bis Ende der 80er war das goldene Zeitalter der Spiegelreflexsysteme.
Liebhaber für die manuellen Geräte gab es auch später noch zu Zeiten der Vollautomatisierung, und so behielten die Hersteller einige ihrer manuellen, mechanischen Modelle weiter in Produktion oder brachten sie gar neu heraus – die Leica R6 und die Nikon FM3A seien hier als Beispiele genannt.
Auswahlkriterien
Um aus dem großen Angebot die passende Kamera zu wählen, helfen die folgenden vier Eigenschaften. Die ersten beiden sollten Pflicht sein, die letzten dagegen sind Kür:
Pflicht:
-
Der erste Punkt ist der manuelle Fokus in Verbindung mit einem lichtstarken Objektiv. Ein 50 mm mit f/1,8 oder f/1,4 – oder eine ähnliche Festbrennweite – reicht aus, um Motive freizustellen und mit geringer Schärfentiefe zu arbeiten. Das Scharfstellen über die Mattscheibe gehört zum grundsätzlichen Bediengefühl einer analogen SLR.
-
Wichtig ist auch die Energieversorgung. Viele ältere Kameras nutzen Quecksilberzellen mit 1,35 V. Manche Belichtungsmesser sind exakt auf diese Spannung ausgelegt und messen mit heutigen 1,5-V-Batterien falsch. Wein-Cell-Ersatzbatterien funktionieren grundsätzlich, entladen sich jedoch selbstständig, sobald sie Luftkontakt haben. Adapterlösungen gibt es, sind aber nicht immer zuverlässig. In der Praxis ist es am einfachsten, Kameras zu wählen, die ohne Quecksilberbatterien auskommen und moderne Silberoxid- oder Alkali-Zellen problemlos akzeptieren.
Kür:
-
Eine automatische Belichtungsmessung kann für Einsteiger hilfreich sein, idealerweise als Zeitautomat: Die Blende wird vorgewählt, die Kamera sucht die passende Verschlusszeit. Bei Nachführsystemen muss man manuell durch Wahl von Blende und Zeit einen Zeiger mit dem Wert des Belichtungsmessers in Deckung bringen. Das geht mit etwas Übung auch schnell und hat den Vorteil, dass man bei schwierigen Lichtsituationen einfacher eingreifen kann.
-
Damit lichtstarke Objektive auch bei Tageslicht offenblendig genutzt werden können, hilft eine Kamera mit kurzen Verschlusszeiten: Mindestens 1/2000 s, besser 1/4000 s. So vermeidet man bei hellem Wetter das Abblenden oder den Einsatz von Graufiltern.
Markenbewusstsein – oder warum Hersteller trotzdem zählen
Bevor wir zu den Empfehlungen kommen, lohnt ein Blick auf die Hersteller. Streng genommen unterscheiden sich die puristischen, manuell zu bedienenden SLRs der 70er und 80er Jahre aus heutiger Sicht kaum. Doch jede Marke bringt eine eigene Geschichte, eigene Stärken und einen eigenen Mythos mit – und das spürt man, wenn man eine Kamera in der Hand hält.
Leica entwickelte seinen legendären Ruf im Messsucher-Bereich; die SLR-Modelle waren ein Versuch, das schwächelnde Messsucher-Geschäft mit einem eigenen Spiegelreflexsystem zu stützen. Die frühen Leicaflex-Modelle entstanden noch ohne Partner, später folgte die Kooperation mit Minolta. Reine Eigenentwicklungen wie die R6 oder die radikal neu gezeichnete R8 und R9 sind bis heute Kultobjekte.
Contax, die Zeiss-Marke, stieg spät in den SLR-Markt ein und tat dies gemeinsam mit Yashica. Das Ergebnis waren die ikonischen RTS-Kameras – gestaltet von Ferdinand Porsche, ausgestattet mit Zeiss-Objektiven, gebaut wie Werkzeuge für die Ewigkeit.
Nikon ist der Inbegriff der professionellen Spiegelreflex: robust, zuverlässig, optisch stark. Das F-Bajonett ist das langlebigste Anschluss-System der Welt, und die Auswahl an Objektiven mit den charakteristischen „Hasenohren“ ist riesig. Nikon ist bis heute einer der wenigen reinen Kamera- und Optikhersteller; viele andere Marken wurden in größere Elektronikkonzerne integriert.
Canon machte in den 70er und 80er Jahren große Sprünge: Die F-1 wurde zur professionellen Systemkamera, die AE-1 zum Massenphänomen, viele Fotografen sind mit einer AT-1 oder AE-1 groß geworden. Canon ist heute Weltmarktführer im Kamerabereich.
Minolta war ein innovativer Hersteller mit starker Ingenieurskultur; die SRT-Modelle sind legendär zuverlässig. Mit dem Übergang zu Sony verschwand die Marke Minolta aus dem Kameramarkt – ihre Technik lebt jedoch in modernen Sony-Kameras weiter.
Pentax und Olympus bauten besonders kompakte SLRs mit jeweils eigenen Systemstärken. Die Pentax MX ist eine mechanische Miniatur mit Kultstatus, und die Olympus-OM-Serie besticht durch Größe, Haptik, innovative Belichtungssteuerung und das einzigartige Zeitenrad am Objektivanschluss.
Konica und Ricoh waren kleinere Hersteller, die hervorragende Optiken und robuste Kameras bauten. Ricoh existiert bis heute – die GR-Serie ist ein direkter Nachfahre dieser Tradition.
Praktica, die Marke des VEB Pentacon aus der DDR, war überaus erfolgreich – rund neun Millionen Kameras wurden produziert. In den ersten Jahren waren die Modelle auf Weltniveau, später verpasste man jedoch den Anschluss an die Automatisierung. Freunde solider mechanischer Kameras finden hier dennoch eine große Auswahl; die MTL-50 ist ein besonders beliebtes Modell.
—
Auf dem Gebrauchtmarkt stößt man natürlich auch auf weitere Marken, die heute eher für Sammler interessant sind: Rollei und Voigtländer etwa, zwei deutsche Hersteller, die in den 70er Jahren der japanischen Dominanz kaum noch etwas entgegensetzen konnten. Topcon gilt als wichtiger Innovator der frühen SLR-Technik, verschwand aber weitgehend vom Markt. Vivitar (nur ein Label), Cosina (OEM-Hersteller) und Chinon (ohne klaren Markenkern) spielen für Fotografen wie für Sammler kaum eine Rolle.
Tolle schnelle Spiegelreflexkameras
Für alle, die ihre Objektive bei Sonne weit geöffnet lassen wollen, beginnt hier die Liste der wahren Hochleistungs-SLRs: Kameras, die 1/2000 s oder kürzer belichten können und moderne Batterien nutzen. Auffällig ist, dass diese Kameras teilweise über einen langen Zeitraum gebaut wurden (die Nikon FM3A wurde erst 2001 auf den Markt gebracht – als Reminiszenz an das goldene Zeitalter der mechanisch/manuellen Fotografie).
Leica ist gleich dreimal vertreten – das R-System hatte keinen Autofokus, also kommen entsprechend viele Modelle in die Liste.
| Hersteller | Modell | Baujahre | max. Zeit | Gebrauchtpreis(*) |
|---|---|---|---|---|
| Leica | R5 | 1987–92 | 1/2000 | 250–450 € |
| Leica | R6.2 | 1992-97 | 1/2000 | 600–900 € |
| Leica | R7 | 1992–97 | 1/2000 | 350–700 € |
| Leica | R8 | 1996–2002 | 1/8000 | 550–800 € |
| Contax | RTS | 1975–82 | 1/2000 | 120–300 € |
| Contax | RTS II | 1982–1990 | 1/2000 | 200–350 € |
| Contax | 159 MM | 1985–88 | 1/4000 | 150–300 € |
| Pentax | ME Super | 1979–84 | 1/2000 | ~100–150 € |
| Pentax | Super A / Super Program | ab 1983 | 1/2000 | 70–150 € |
| Pentax | LX | 1980–2001 | 1/2000 | 300–700 € |
| Olympus | OM-4 | 1983–87 | 1/2000 | 200–400 € |
| Olympus | OM-4Ti | 1986–2002 | 1/2000 | 300–700 € |
| Nikon | F3 | 1980–2001 | 1/2000 | 200–400 € |
| Nikon | FA | 1983–87 | 1/4000 | 180–350 € |
| Nikon | FE2 | 1983–87 | 1/4000 | 150–300 € |
| Nikon | FM3A | 2001–2006 | 1/4000 | 600–1.000 € |
| Canon | New F-1 | 1981–94 | 1/2000 | 300–600 € |
| Yashica | FX-3 Super 2000 | 1986–2002 | 1/2000 | 100–150 € |
(*) Preise für Modelle in Top Zustand. Verlinkte Modelle hatte ich selbst in der Hand — dahinter steckt ein Erfahrungsbericht.
Von diesen Kameras habe ich viel mit der die Pentax ME super (gebraucht noch günstig zu haben), die Nikon F3 (mit dem HP Sucher für Brillenträger toll, aber etwas klobiger als die anderen Modelle) und FM3A (fan-tas-tisch) und der Leica R7 und R8 (schwer, aber eine 1/8000 Sekunde!) geabeitet.
Die Contax RTS III fällt raus, denn sie hat einen motorisierten Aufzug. Schade, denn mit ihrer 1/8000 ist sie absolut offenblend-tauglich.
Mein Favorit ist die Nikon FM3A, ein junger Klassiker. Haptisch ein Traum, alle Zeiten wahlweise vollmechanisch und elektronisch steuerbar.
Die budgetfreundlichen Kameras mit 1/1000
Wenn man auf die ultrakurzen Zeiten verzichten kann und mit einer 1/1000 Sekunde gut zurechtkommt – und das tut man in den meisten Alltagssituationen –, öffnet sich das Feld für eine günstigere Auswahl.
| Hersteller | Modell | Baujahre | Verschluss | Gebrauchtpreis(*) |
|---|---|---|---|---|
| Nikon | FM | 1977–82 | mechanisch | 150–250 € |
| Nikon | FE | 1978–83 | elektronisch | 120–220 € |
| Nikon | FG | 1982–86 | elektronisch | 80–150 € |
| Canon | AT-1 | 1977–79 | elektronisch | 80–150 € |
| Canon | T60 | 1990–96 | elektronisch | 60–120 € |
| Pentax | MX | 1976–85 | mechanisch | 200–350 € |
| Minolta | XD-7 / XD-11 | 1977–84 | elektronisch | 180–300 € |
| Minolta | X-700 | 1981–99 | elektronisch | 120–220 € |
| Olympus | OM-2n | 1979–84 | elektronisch | 150–250 € |
| Yashica | FX-3 Super | 1984–2002 | mechanisch | 80–150 € |
| Yashica | FX-D Quartz | 1979–87 | elektronisch | 70–130 € |
| Konica | FC-1 | 1979–83 | elektronisch | 80–150 € |
| Praktica | MTL 50 | 1984–90 | mechanisch | 40–80 € |
| Ricoh | KR-5 Super II | 1993–2002 | mechanisch | 60–110 € |
(*) Preise für Modelle in Top Zustand. Verlinkte Modelle hatte ich selbst in der Hand — dahinter steckt ein Erfahrungsbericht.
Ich kenne die Nikon FM (mechanische Zeiten) und die Canon AT-1 (elektronisch gesteuerte Zeiten) sehr gut, beides tolle Kameras. Die Praktica bringt eine eigene Bedienlogik mit (die DDR Kameras sind ein Kapitel für sich). Die Konica FC-1 habe ich mir inzwischen besorgt; zuvor hatte ich das Modell Autoreflex mit Batterieproblematik, aber die Objektive sind toll, vor allem das kompakte 40mm Pancake!
Die Minolta XD-7 gilt als Klassiker, ebenso wie die Olympus und die Pentax MX. Mit der Yashica hab ich noch keine Erfahrungen gemacht, die Yashica FX-3 super wurde aber lange produziert, das später “Yashica FX-3 super 2000” Modell schafft auch eine 1/2000.
Vollmechanische Klassiker für Liebhaber
Für Sammler und Puristen existiert eine eigene Klasse von Kameras – Modelle, die eine Ära geprägt haben und trotz ihres Alters noch immer faszinieren. Zum Beispiel:
- die Nikon F – die erste Nikon mit dem F-Bajonett, ein beliebter Klassiker, rund 20 Jahre produziert.
- die Pentax Spotmatic F, eine der ersten weit verbreiteten SLRs mit TTL-Belichtungsmessung.
| Hersteller | Modell | Baujahre | max. Zeit | Verschluss | Gebrauchtpreis(*) |
|---|---|---|---|---|---|
| Nikon | F | 1959–80 | 1/1000 | mechanisch | 200–400 € |
| Pentax | Spotmatic F | 1973–76 | 1/1000 | mechanisch | 70–140 € |
| Canon | F-1 | 1971–81 | 1/2000 | mechanisch | 250–450 € |
| Leica | R6 | 1988–92 | 1/1000 | mechanisch | 450-700 € |
| Olympus | OM-3 | 1983–86 | 1/2000 | mechanisch | 600–1.200 € |
(*) Preise für Modelle in Top Zustand. Verlinkte Modelle hatte ich selbst in der Hand — dahinter steckt ein Erfahrungsbericht.
Objektivsets: Was kostet ein gutes Setup?
Für das analoge Vergnügen ist ein lichtstarkes Normalobjektiv eine gute Wahl: 50 mm mit Lichtstärke 1,8, 1,4 oder 1,2. Ein 1,8 ist in den meisten Fällen ausreichend; höhere Lichtstärke bedeutet mehr kreative Unschärfe. Den Schärfepunkt bei lichtstarken Objektiven präzise zu treffen (vor allem im Nahbereich, bei Porträts etwa auf den Augen), gelingt jedoch nicht immer.
Als Ergänzung findet man ein 28-mm-Weitwinkel (1:3,5) und ein 135-mm-Tele (1:2,8), häufig im Set mit der Kamera. Diese Kombinationen tauchen gebraucht oft als Paket auf.
Schöner – wegen des Bokehs – ist eine höhere Lichtstärke auch bei den Ergänzungen. Eine hervorragende Wahl ist ein 35 mm 1:2,0: Es erlaubt Porträts unter Einbeziehung der Umgebung, die durch sanfte Unschärfe nicht vom Motiv ablenkt. Ein lichtstarkes Porträtobjektiv im Bereich 85–100 mm mit f/2,0 ist ebenfalls großartig. Solche Objektive haben auch gebraucht ihren Preis; zwischen 200 und 300 Euro muss man einplanen.
Auf ins analoge Abenteuer!
Mit den Empfehlungen hast du eine gute Übersicht über die wichtigsten SLR-Klassiker. Doch wo bekommt man die Geräte am besten? Wenn man mit analoger Technik noch nicht vertraut ist, ist es schwer, mögliche Probleme bei einem Kurzcheck zu erkennen. Mehr Sicherheit bieten hier Fachhändler. In Berlin habe ich gute Erfahrungen mit den Gebrauchtangeboten von Calumet und Foto Meyer gemacht. Auch click & collect führt viele analoge Schätze, wirkt preislich aber oft etwas ambitioniert.
Ebay Kleinanzeigen nutze ich inzwischen seltener: Zwar habe ich dort schon echte Perlen gefunden, aber ebenso oft bin ich zu Verkäufern gefahren, nur um dann muffigen Schrott in die Hand gedrückt zu bekommen. Dann zahle ich lieber etwas mehr – und bekomme Gewährleistung und ein geprüftes Gerät. In diesem Sinne: Viel Freude beim Eintauchen in die analoge Welt! Und wenn du findest, dass in meinen Listen eine Kamera fehlt, schreib mir gern. Meine Kontaktdaten stehen im Impressum.