Winter an der Wublitz

Es steht zwar ein arbeitsreiches Wochenende an, aber mindestens eine kleine Wanderung muss sein. Es geht nach Nattwerder im Havelland – ein verträumter kleiner Ort an der Wublitz, einem Nebenarm der Havel.
Nattwerder entwickelt sich zu einem Lieblingsort von mir. Von Spandau aus ist er schnell erreichbar (mit dem PKW), und die Tour ist mit sieben Kilometern nicht zu lang – sodass man danach am Tag noch etwas anderes anfangen kann.
Das Jahr 2026 hat uns mit einem weißen, kalten Winter überrascht, und heute Nacht hatte es wieder ein paar Flocken geschneit – gerade so viel, um den aufgetauten Matsch der warmen letzten Tage zu verstecken. Der zarte Flaum lässt dabei noch genügend Platz für die Konturen der Landschaft, sodass sich schöne Bilder ergeben. Ich bin mit der Fuji X-T5 unterwegs und habe das 16–55 mm f/2,8 montiert. Das lange Tele wandert zusätzlich in den Rucksack. Denn an der Wublitzbrücke – einer Fußgängerbrücke zwischen Nattwerder und Golm – kann man mit etwas Glück viele Vögel beobachten, die an den Ufern der Wublitz rasten oder nisten.
Die Nebengewässer und auch der nördliche Wublitzarm sind noch vereist, zur Havel hin ist das Wasser frei. In Nattwerder bekomme ich dank des weichen Winterlichts und der spärlichen Vegetation endlich mal die Gelegenheit, die Grabsteine der Schweizer Kolonisten zu fotografieren, die hier 1685 das Dorf gründeten.
In Grube kann man statt des Weges an der Straße oben auf dem Deich laufen und kommt dabei an Teichen vorbei, die nur durch den Deich von der Havel getrennt sind. Die Teiche sind noch komplett zugefroren, sodass man sie auf Fotos auch für Wiesen halten könnte.
Gute zwei Stunden lasse ich mir Zeit für die sieben Kilometer. Zu Hause werden die Fotos bearbeitet. Ich habe sie mit der Fuji Filmsimulation Classic Chrome versehen, die Belichtung angehoben und zusätzlich die Schatten aufgehellt. Der Look gefällt mir sehr gut – besonders das Rot sieht bei dieser Filmsimulation toll aus.
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