Campingwochenende - Väter und Söhne an der Müritz

Dieses Wochenende haben Boris und ich uns mit unseren Söhnen auf den Weg zu Müritz gemacht. Freitag um 15:00 ging es los; Ziel war Boek am Ostufer der Müritz.

Campingplatz

Bei 30 Grad kamen wir um 17:00 an. Der Campingplatz liegt direkt an der Müritz in einem Kiefernwäldchen. Obgleich viel los war, haben wir noch einen Platz gefunden. Der Platz selber ist nicht strukturiert; jeder baut sein Zelt da auf wo es ihm passt. Wege gibt es auch nicht wirklich welche, dafür ein paar breitere Pfade. Nachts im Dunkeln ist es dann gar nicht so leicht sein Zelt zu finden.

Der Platz ist dadurch angenehm unkonventionell, aber die Rezeption ist am Limit. Wir mussten eine gute Stunde warten, bis wir endlich die Anmeldung hinter uns hatten - bei der Abreise ging es auch nicht schneller.

Camping de Luxe

Mit Strom, Kühlbox, faltbarem Küchenschrank, Tisch und Stühlen (alles aus Boris Fundus) ist das Zelten um einiges komfortabler als bei meinen Radreisen. Abends kochen wir Nudeln mit Gemüsesausse, die Jungens machen einen leckeren Salat.

Baden und Waten

Die Müritz ist extrem flach an dieser Stelle. Man läuft und läuft hinein, und wenn das Wasser dann mal bis zum Oberschenkel geht, so steht es 20 Meter weiter wieder nur bis zu den Knien. Schaffen wir es mit trockener Badehose bis ans andere Ufer? Challenge! Doch Irgendwann sind wir des Watens müde und schwimmen mit am Boden schlurfenden Bäuchen zurück. Die Abendsonne strahlt ins Gesicht, und man wähnt sich in der Südsee. Herrlich!

Die Söhne beschließen noch eine nächtliche Baderunde und ein paar Partien Phase 10, dann gehts ins Zelt.

Die Nacht ist dunkel und ruhig, am Morgen kreischen die Krähen.

Radtouren

Wir haben die Räder dabei, und fahren das Südufer der Müritz bis nach Rechlin. Dieser Ort ist etwas größer, und wächst weiter, wenn man sich die Bauprojekte hier anschaut. Wenn die alle die Einsamkeit der Müritz suchen, dann läuft hier etwas falsch. Wir radeln zurück und machen beim Müritzfischer am der Boeker Mühle halt, ein Katzensprung vom Campingplatz entfernt. Ich staune über die Preise: 6,50 für ein Fischbrötchen? Aber als wir die Speisen in Empfang nehmen, verflüchtigt sich die Nörgelei. Die Brötchen sind mit großen und großartigen Fischstücken belegt. Die Fischbude liegt direkt an ein paar angelegten Teichen; der Bolter Kanal verbindet diese mit der Müritz. Wer paddeln will, kann hier einsteigen.

Nach ein langer Mittagspause (und ein paar Partien Phase 10) radeln Boris und ich noch einmal nördlich in den Nationalpark hinein.

Diese Tour führt zwar nicht direkt an der Müritz entlang, dafür wunderschön in die Landschaft. Da nehmen wir auch die unvermeidlichen Sandstrecken in Kauf.

Abreise

Am Sonntag dann ein kurzer Dauerlauf am Ufer lang und den Bolter Kanal bis zur Straße; leider bin ich nicht in Form und breche das Training ab; der tapfere Boris hält bis zum Schluss durch. Nach dem Frühstück dann die Phase 10 Partien zu Ende gespielt; eingepackt, ein Stunde wartend am Checkout verbracht und zwei Stunden später wieder daheim in Berlin.